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CoverShibata, Shō

Und unsere Tage waren es doch
Roman

Aus dem Japanischen von Peter Silesius

2009 • ISBN 978-3-89129-993-7 • 147 S., kt. •  EUR 14,—

„Es gab in mir eine Leere, oder vielmehr war ich selbst diese Leere, und vielleicht kann man sagen, dass Yūko, als wir miteinander zu tun hatten, durch diese Leere hindurchgegangen ist.“

 Japan in den Fünfzigerjahren des letzten Jahrhunderts, im Mittelpunkt der Mayday-Zwischenfall und der 6. gesamtjapanische Kongress der KPJ, historische Ereignisse, die zum Schicksal der Protagonisten des Romans werden, jungen Menschen auf der Suche nach sich selbst und dem Leben, nach der Antwort auf die Frage: Wie sollen wir leben.

Im Zentrum des Buches steht eine Gruppe von Studenten, auf rätselhafte Weise verbunden durch die Gesammelten Werke eines Autors: Sano, Mitglied der KPJ, der den Glauben verliert und scheitert, Yūko, deren Schicksal das weitere Leben des Ich-Erzählers zu determinieren scheint, Setsuko, die den vorgezeichneten Weg verlässt und in die Freiheit ausbricht, und Fumio, der Ich-Erzähler, der sich auf einer Suche nach der verlorenen Zeit befindet und sie im Erzählen wiedergewinnt.

Der 1964 mit dem Akutagawa-Preis ausgezeichnete Roman, ein Longtime-Bestseller mit zahlreichen Auflagen, gleichzeitig eine Art Manifest für Generationen junger Japaner, erzählt auf exemplarische Weise die Geschichte einer Jugend – die immer und überall gültige Geschichte von Suche und Finden, von Sex, Liebe und ihrem gesellschaftlich domestizierten Äquivalent, der arrangierten Ehe, von Niederlagen und endgültigen Verlusten (und einem vielleicht möglichen Neubeginn) – und erlaubt dem Leser einen Blick auf ein unbekanntes Land, ein Japan – von Kirschblüten ebenso weit entfernt wie von westlichem Fastfood und Coca Cola –, das wir nicht kennen.


Shibata Shō ( 柴田翔 , *19.1.1935)
Romanautor, Essayist, Literaturwissenschaftler, Übersetzer. Aufgewachsen in Tōkyō. Studierte an der Universität Tōkyō zunächst Ingenieurwissenschaften, später Germanistik. 1961 wurde er mit dem Preis der Goethe-Gesellschaft Japans für seine Forschungen zu den Wahlverwandtschaften ausgezeichnet.
Ab 1962 folgte ein zweijähriger Studienaufenthalt in Deutschland. Für den Roman Saredo warera ga hibi wurde Shibata 1964 der 51. Akutagawa-Preis verliehen. Zwei Jahre später wurde er Dozent an der Städtischen Universität Tōkyō, 1967 Assistenzprofessor.
1969 erhielt Shibata einen Ruf als Assistenzprofessor an die Philosophische Fakultät der Universität Tōkyō, gefolgt von einer Professur an derselben Universität, die er bis zur Emeritierung 1995 innehatte. Im Anschluss nahm Shibata bis 2006 eine Professur an der Fakultät für Kunst und Literatur der Kyōritsu-Frauenuniversität wahr.
1970–1972 gab Shibata Shō zusammen mit Oda Makoto, Kaikō Ken, Takahashi Kazumi, Matsugi Nobuhiko die literarische Zeitschrift Ningen toshite im Verlag Chikuma shobō heraus. Darüber hinaus Mitglied in verschiedenen Jurys für literarische Preise (u.a. 1999–2007 in der Jury für den Dazai Osamu-Preis).
 
Shibata ist verheiratet mit der Komponistin Miyake Haruna.
 
Aus Shibatas umfangreichem Werk, das literarische Essays, literaturwissenschaftliche Bücher und Übersetzungen (Goethe, Stefan Zweig, Kafka, Walter Benjamin) umfasst, seien folgende Romane genannt:
 
Okuru kotoba, 1966
Tori no kage, 1971
Tachitsukusu asu, 1971
Warera senyūtachi, 1973
Nonchan no bōken, 1975
Chūgokujin no koibito, 1992
Totsuzen ni shīriasu, 1992


 


Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen habe ich zur Kenntnis genommen und bin damit einverstanden.

 

I have taken note of the General Business Conditions