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CoverAltmayer, Claus
Kultur als Hypertext

Zu Theorie und Praxis der Kulturwissenschaft im Fach Deutsch als Fremdsprache

2004 • ISBN 978-3-89129-418-5 · 511 S., kt.; EUR 52,80

Die vorliegende Arbeit unternimmt den Versuch, die herkömmliche ‚Landeskunde’ auf eine neue kulturwissenschaftliche Grundlage zu stellen. Sie bezieht sich dabei insbesondere auf das Fach Deutsch als Fremdsprache, beansprucht aber gleichwohl eine zumindest analoge Gültigkeit auch für andere Fremdsprachenwissenschaften. Die Kulturwissenschaft, wie sie hier entworfen und in einer exemplarischen Analyse vorgeführt wird, versteht sich nicht als wissenschaftliche (Sub-, Teil-) Disziplin, sondern als transdisziplinäre Forschungspraxis, für die nicht primär der Forschungsgegenstand, sondern das erkenntnisleitende Interesse an der Lösung praktischer Problemstellungen konstitutiv ist. Konsequenterweise geht die Darstellung daher von den mit der ‚Landeskunde’ verbundenen praktischen Problemstellungen aus und expliziert von hier aus das dominante Erkenntnisinteresse landeskundlich-kulturwissenschaftlicher Forschung, nämlich substanzielle Beiträge zu leisten zur Entwicklung einer interkulturellen Verstehenskompetenz im Rahmen des Deutsch als Fremdsprache-Unterrichts. In kritischer Auseinandersetzung mit der aktuellen kulturtheoretischen Diskussion wird ein einerseits hinreichend komplexer, andererseits aber auch noch praktikabler Begriff von ‚Kultur’ entwickelt, der sich insbesondere auf die kulturellen Deutungsmuster bezieht, von denen in sprachlich-kommunikativen Handlungen (‚Texten’) in der Regel implizit Gebrauch gemacht wird und die das Verstehen maßgeblich beeinflussen, aber auch behindern können. Die Aufgabe der Kulturwissenschaft besteht daher vorrangig darin, diese in Texte eingehenden Deutungsmuster zu rekonstruieren und für Lerner des Deutschen als Fremdsprache nachvollziehbar zu machen, indem sie ein komplexes Geflecht von Texten herstellt, in denen die fraglichen Deutungsmuster implizit verwendet und/oder expliziert und selbst gedeutet werden. Auf dieses Verfahren der Herstellung eines komplexen Textgeflechts, das im Schlusskapitel anhand einer Plakatserie zum Thema ‚Einbürgerung’ exemplarisch vorgeführt wird, bezieht sich die im Titel der Arbeit verwendete Metapher ‚Kultur als Hypertext’.

Problemanalyse:
,Landeskunde‘ als Kulturwissenschaft

Erkenntnisinteresse:
‚Fremdverstehen’

Gegenstand:
Kulturtheoretische Grundlegung

Methode:
Prinzipien und Verfahren der kulturwissenschaftlichen Textanalyse

Kulturwissenschaftliche Forschungspraxis:
Eine exemplarische Fallstudie zum Thema ‚Ausländer in Deutschland’

 

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