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CoverJakob, Dieter (Hg.)
Vorbilder. Sein und/oder Design?

2006 • ISBN 978-3-89129-881-7 • 115 S., kt. · EUR 18,—
(Wilhelm-Hausenstein-Symposium 2004)

Wer war Wilhelm Hausenstein?

Er wurde am 17. Juni 1882 in Hornberg im badischen Schwarzwald geboren; er besuchte das Gymnasium in Karlsruhe und dann die Universitäten in Heidelberg, Tübingen und München. Nach der Promotion in Geschichte (mit Nationalökonomie im Nebenfach) kehrte er nochmals an die Universität zurück, um Kunstgeschichte zu studieren. Dann wurde er einer der bedeutendsten Kunsthistoriker seiner Zeit; er schrieb über 80 Bücher, um von anderem gar nicht zu reden – Bücher etwa über Bruegel, Grünewald, Fra Angelico, Giotto, Carpaccio, Rembrandt; über Albert Weisgerber, Rudolf Großmann, Max Unold, Lovis Corinth, René Beeh und Paul Klee; über Cervantes, Seume, Büchner, Stifter, Baudelaire (dessen Gedichte er, unter anderen, übersetzte) und Karl Valentin; über Barock, Rokoko und Expressionismus; über Baden, Belgien, Südfrankreich, Griechenland und Venedig. Er war befreundet etwa mit Rainer Maria Rilke, Annette Kolb, Alfred Kubin, Paul Klee, Karl Valentin und Theodor Heuss. Im sogenannten Dritten Reich durfte Hausenstein keine Bücher mehr schreiben, und eines, das er geschrieben hatte, seine große ‚Kunstgeschichte‘, wurde eingestampft, weil er sich weigerte, die Namen der jüdischen Künstler zu entfernen. Einige Jahre lang leitete er noch die Literatur- und die Frauenbeilage der berühmten ‚Frankfurter Zeitung‘, übrigens ohne den Machthabern auch nur einen Schritt entgegenzukommen, bis man ihn auch dort entlassen musste. Nach diesen dunklen Jahren, die er und seine jüdische Frau Margot nur mit Mühe überlebten, schickte ihn die junge Bundesrepublik auf einen der schwierigsten Posten, die sie zu besetzen hatte: sie machte ihn, den Außenseiter, zu ihrem ersten Generalkonsul, dann Geschäftsträger und Botschafter in Paris. Dass Deutschland und Frankreich wieder in Verbindung traten, dass sie ihr Verhältnis wieder auf feste Fundamente stellten, bleibt das Verdienst von Wilhelm Hausenstein. Am 3. Juni 1957 ist er in München gestorben.


INHALT:
Dieter Jakob: Vorwort des Herausgebers • Johannes Werner: Vorbilder. Eine Einführung • Nancy Kenny: What is Education for? Opening Speech • Kerstin Bitar: Wilhelm Hausensteins Cicerones. Seine Wegbereiter in der Kunstgeschichte und Kunstliteratur • Johannes Werner: Hausenstein und seine Väter. Wie er wurde, was er war • Alfred Schiffner: Hausensteins Helden? Unbegriffene Vorbilder der Zwischenkriegszeit • Peter Krupnikov: Meine Vorbilder • Dorothee Horváth-Maier: Vorbilder in der Pädagogik – heute? • Laurence Jehle-Blanc: Bruno Kreisky: Der Politiker als Vorbild und Abbild der Gesellschaft • Jakob Ullmann: Wem sollen wir folgen? Vorbilder als historisches, ethisches und spirituelles Problem • Die Autoren

 

Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen habe ich zur Kenntnis genommen und bin damit einverstanden.

 

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