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Deutsche Industrie- und Handelskammer in Japan, Tôkyô (Hg.)
The German Dual Training System in Japan. The `DIHKJ-BerufsSchule' in Tôkyô

1993 • ISBN 978-3-89129-289-1
14,8 x 21 cm; 227 S., kt.; EUR 23,50

Diese englischsprachige Publikation befaßt sich mit folgenden Themen: General Educational Systems and Vocational Training in Japan, Germany, France and Great Britain - Comparative Studies; The DIHKJ-BerufsSchule in Tôkyô; Comparative Studies at the DIHKJ-BerufsSchule; Practical Training of German Companies in Japan - the Second Branch of the German Dual System in Japan; Further Training Seminars of the DIHKJ-BerufsSchule Department.
"Die Publikation ist für den Leser äußerst interessant und instruktiv. Sie bietet nicht nur eine Fülle von Sachinformationen, sondern gibt auch die Erfahrungen mit der Umsetzung des dualen Systems unter den ökonomischen und kulturellen Restriktionen anderer Länder wieder." ("Wirtschaft und Erziehung")
"Insgesamt wird mit der Publikation ein sehr praxisorientierter Sachstand des Bildungswesens in Japan, auch im Vergleich zu anderen Ländern, gegeben." ("Berufsbildung")

Beiträge

  • Alexander, P.-J./Bals, Th.: General Educational Systems and Vocational Training in Japan and Germany: Das Bildungswesen Japans und Deutschlands ist maßgeblich für die Wirtschaftserfolge beider Länder nach dem 2. Weltkrieg verantwortlich. Japan hat - in Anlehnung an das amerikanische Vorbild - ein zentralistisches, horizontal gegliedertes Schulwesen, das für rund 95% aller japanischen Schüler eines Geburtenjahrganges zum Abschluß der Oberschule (high school) führt. Deutschlands Schulwesen hingegen basiert auf einem differenzierten, vertikal gegliederten System. Ähnlich wie in Japan gehen deutsche Kinder in den ersten vier bis sechs Schuljahren gemeinsam in die Grundschule. Danach trennen sich die Wege. Zur Zeit besuchen etwa 40% die Hauptschule, 30% die Realschule und 1/4 jedes Geburtenjahrganges das Gymnasium - mit steigender Tendenz.
  • Lansen, Kurt-Helge: The `Berufsschule' as a Partner in the Dual Vocational Training System in Germany: Die Berufsschule als Partner im Deutschen Dualen System erfüllt zusammen mit dem Ausbildungsbetrieb einen gemeinsamen Bildungsauftrag. Die Ausbildung in dem Lernort Berufsschule ist überwiegend systematisch und unterliegt neben dem Berufsbildungsgesetz in erster Linie Landesgesetzen. Die Ausbildung im Lernort Betrieb ist überwiegend fall- oder funktionsbezogen, richtet sich nach den Bedürfnissen des einzelnen Betriebes und unterliegt Bundeskompetenz, d.h. dem Berufsbildungsgesetz sowie den jeweiligen branchenbezogenen Ausbildungsordnungen. Die Rahmenlehrpläne der Berufsschule und die Ausbildungsrahmenpläne der Ausbildungsordnungen für Betriebe bilden eine aufeinander bezogene didaktische Einheit, wobei sich Abstimmungen als ständiger Prozeß auf allen Abstimmungsebenen (Vertreter der Berufsschulen, Betriebe, zuständigen Stellen) vollziehen.
    Ziele der Berufsschule sind die Vermittlung von beruflicher Grund- und Fachbildung sowie eine Erweiterung vorher in Haupt-, Realschule oder Gymnasium erworbener Allgemeinbildung. Die Erfüllung des Bildungsauftrages der Berufsschule erfordert die Einrichtung von Fachklassen, z.B. für Banken, Industrie und Handel. Abschlußprüfungen, die sich auf die Ausbildung in Betrieb und Schule beziehen, werden bei den zuständigen Stellen, d.h. den Industrie- und Handels-, bzw. Handwerkskammern durchgeführt.
  • Hayakawa, Sohachiro: The Vocational Training School System of Japan: Öffentliche, von der Regierung und lokalen Regierungsbehörden, durchgeführte Berufsausbildung, nimmt in Japan nur einen sehr geringen Stellenwert ein. Hauptsächlich wird die Ausbildung in den Betrieben nach eigenen Trainingsgrundsätzen und -methoden durchgeführt.
    Dennoch gibt es eine ganze Reihe von öffentlichen berufsbildenden Vollzeitschulen, die in 1 bis 5 Jahren zu einer beruflichen Erstausbildung führen. Abhängig sind die Lerninhalte vom Level der Schüler, d.h. sie reichen von Schultypen, die zum Sekundarbereich gehören (für Absolventen der `junior high school', die im Schnitt 15 Jahre alt sind) bis hin zu Colleges, die ein 2jähriges Curriculum für die durchschnittlich 18jährigen Absolventen der `high schools' anbieten. Daneben existieren berufsbildende Schulen für Behinderte sowie berufliche Einrichtungen zur beruflichen Fort- und Weiterbildung. Neben staatlichen beruflichen Schulen, gibt es eine große Anzahl von Institutionen, die von privaten oder kooperativen Organisationen geführt und finanziert werden.
    Die Lehrer der verschiedenen beruflichen Bildungsinstitutionen werden an dafür besonders eingerichteten und ausgestatteten, staatlichen Colleges ausgebildet.
  • Ito, Minoru: Professional Training in Japanese Companies - Group Work Training and why it has Succeeded in the Japanese Workplace: Schwerpunkt liegt auf Quality Control Circle Aktivitäten im Betrieb als einem wesentlichen Bestandteil des beruflichen Trainings in japanischen Betrieben. Der einzelne wird in den kleinen betrieblichen Qualitätszirkeln dazu trainiert, eigene Vorschläge in bezug auf seine Arbeit zu unterbreiten. Desweiteren wird er in seinem Gruppenverhalten bewertet, was für die spätere Beförderung von Wichtigkeit sein kann. Durch den Wettbewerb mit anderen betrieblichen Qualitätszirkeln werden nicht nur Gruppenziele und Gruppenzusammenhalt gelernt, sondern auch die Produktivität der Gesamtunternehmung beträchtlich gesteigert.
  • Kümmerlein, Sigrid: General Educational Systems and Vocational Training in France and the United Kingdom: Frankreich und Großbritannien spielen in der Politik der Europäischen Gemeinschaft gewichtige Rollen. Das ist der Grund dafür, das Bildungswesen beider Länder einem Vergleich zu unterziehen.
    Zunächst ist festzuhalten, daß Frankreich ein mehr oder weniger zentralistisches, Großbritannien hingegen ein anglo-amerikanisches Bildungswesen aufweist. Ähnlich wie in anderen Ländern werden Kinder bis zum vollendeten 10. Lebensjahr in der Primarstufe beschult. Im Anschluß gehen die Schüler in Frankreich entweder in allgemeinbildende und berufsbildende Colleges oder auf das Lycee (Gymnasium). In Großbritannien bilden die Grammar Schools (Gymnasium), die Comprehensive Schools (Gesamtschulen) und die Secondary Modern School (Mittelschule) den Anschluß an die Primarstufe.
    Berufliche Bildung in Frankreich findet entweder in berufsbildenden Schulen oder alternierend in einem Ausbildungsbetrieb und einem Lehrlingszentrum statt. Berufsausbildung in Großbritannien wird traditionell vom `weiterführenden Bildungssystem' (Further Education) durchgeführt und nach Beendigung der allgemeinbildenden Schulausbildung absolviert. Daneben gibt es eine Lehre, die drei bis fünf Jahre dauern kann. Auch in Großbritannien findet eine betriebliche Ausbildung statt, die durch eintägigen theoretischen Unterricht an einem Berufsbildungsinstitut ergänzt werden kann.
  • Alexander, Peter-Jörg: The DIHKJ-BerufsSchule - Japanese-German Comparative Studies as a Basis for a Modern Business Curriculum: Seit nunmehr fünf Jahren bietet die Deutsche Industrie- und Handelskammer in Japan (DIHKJ) ihren japanischen und deutschen Mitgliedsfirmen ein breites Bildungsangebot an. Japanische Mitarbeiter vorwiegend deutscher, in Japan operierender Firmen, werden zur Ausbildung in eine nach deutschen und japanischen Grundsätzen gestalteten Berufsschule entsandt, wo sie ein Jahr lang ein Mal pro Woche umfassend für Banken, Industrie- und Handelsunternehmen ausgebildet werden. Das geschieht durch den Einsatz praxisnaher, moderner Unterrichtsmethoden auf Englisch. Angesichts der Globalisierung der Weltwirtschaft ein unverzichtbares Element.
    Fünf Jahre lang haben japanische Manager zusammen mit deutschen Managern an dem Konzept gearbeitet, das nicht nur den Vergleich wirtschaftlicher Unterschiede zwischen Japan und Deutschland beinhaltet. Zusätzlich sind cross-kulturelle Elemente in dem Lehrprogramm enthalten. In diesem Zusammenhang bietet die DIHKJ gemeinsam mit der britischen Canning School ein durch die Initiative japanischer Manager entstandenes, exklusives Seminarprogramm - ebenfalls auf Englisch - an. Zielgruppe dieser Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen sind höherrangige Führungskräfte (Kachos und Buchos) der Firmen. Diese internationale Ausrichtung der DIHKJ in Tokyo kann auch als ein europäischer Beitrag gewertet werden.
  • Bals, Th./Alexander, P.-J.: The DIHKJ-BerufsSchule as a Model for the Promotion of Talented Trainees in Germany: Während der deutsche Standard der Berufsbildung in Form des sogenannten dualen Systems international immer mehr Beachtung findet, (neben den Entwicklungsländern z.Zt. besonders in den USA), ist er im Ursprungsland selbst in die Diskussion gekommen.
    Dabei geht es aber weniger um die Kritik an der Dualität als Grundprinzip als vielmehr um seine Anpassung an die derzeitigen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland. Hier können, wie in diesem Beitrag am Beispiel der DIHKJ-Berufsschule in Tokyo gezeigt wird, die Erfahrungen mit der Umsetzung des dualen Systems unter den ökonomischen und kulturellen Restriktionen anderer Länder wertvolle Anregungen und Hinweise für dessen Weiterentwicklung bieten.
    Ein Beispiel dafür ist die Möglichkeit der Renaissance des dualen Systems der Traineeausbildung für insbesondere Klein- und Mittelbetriebe in Deutschland.
  • Shigeyoshi, Y./Saito, M.: Comparative Studies in Economics - Contracts and Business Entities in Japan and Germany: Exakte Kaufverträge sind in Japan nicht sonderlich beliebt. Ein Grund, warum sich bilaterale Geschäftsbeziehungen zwischen Japan und Deutschland oft verkomplizieren. Der erste Teil des Beitrages zeigt grundsätzliche Formen von Verträgen und deren Störungen auf und stellt häufig auftauchende Probleme zwischen Japan und Deutschland durch Vergleiche vor. Ein besonders für Störungen anfälliger Bereich sind sogenannte Joint Venture-Verträge, die in Japan zwischen japanischen und deutschen Unternehmen geschlossen werden.
    Der zweite Teil befaßt sich mit den in Japan und Deutschland vorkommenden Unternehmensformen und stellt mit Hilfe statistischen Materials grundsätzliche Unterschiede heraus. Dabei wird unter anderem klar, warum es in Japan zum Beispiel knapp 1.4 Millionen Aktiengesellschaften - im Gegensatz zu Deutschlands etwa 3500 - gibt.
  • Ogasawara, J./Yoshioka,S.: Comparative Studies in Banking - a˜General View of International Structures and Procedures: Die beiden Autoren skizzieren in groben Zügen die unterschiedlichen Banksysteme Japans und Deutschlands und stellen Grobvergleiche zu den Themen Zentralbanken, Banksysteme, Bankgeschäfte (Einlagen-, Kredit-, Zahlungs-, internationale Dokumenten- sowie Devisengeschäfte) und Rechnungswesen her.
    Basierend auf den Trainingserfahrungen im dualen System des `Bankkaufmannes' analysieren beide Autoren recht anschaulich, wie z.B. durch unterschiedliche Machtstrukturen in Japan und Deutschland bedingt, die Zentralbanken ihre Geldpolitik gestalten oder sich die Rechnungslegungen in beiden Ländern unterscheiden.
    Zur Abrundung werden einige Statistiken über ausländische Banken in Japan beigelegt, die unter anderem den Stellenwert deutscher Bankfilialen in Japan aufzeigen.
  • Arita, Shunsuke: Problems in the World Automobile Industry - Comparative Studies in the Industry Class: Am Raster der in der Berufsschule gelehrten Industriebetriebslehre werden Vergleiche am Beispiel der Autoindustrie Japans, Deutschlands und Amerikas dargestellt. Im Mittelpunkt steht das Konzept der `schlanken Produktion' (lean production), das dem nach wie vor in anderen Ländern nachweisbaren `funktionalen Konzept' gegenübersteht. Die Vorteile liegen zur Zeit klar auf der Seite des `lean'-Konzeptes: Effizientere, sprich kostengünstigere Konstruktion, `just-in-time', hoher Anteil der zugekauften Teile, ein langjährig verbessertes Qualitätsdenken (Zero-defunct) und kürzere Produktlebenszyklen sind wichtige Eckpfeiler des japanischen Erfolges.
    Dennoch, auch in Japan muß weitergedacht werden. Nach wie vor unter europäischem Schnitt liegende Arbeitsbedingungen, Überalterung der Bevölkerung, verstärktes Freizeitbestreben und Umweltprobleme zwingen japanische Unternehmen zu weiteren Bemühungen.
  • Ohki, Tsutomu: Cash Management in Japan of a German Company: Der Beitrag beschreibt drei grundsätzliche Bereiche des Cash Managements: Seine Theorie, Praxis sowie einige Besonderheiten der Handhabung in Japan.
    Ausgehend von der Fragestellung, wie `cash' definiert wird, wird das Grundkonzept des Cash Managements und des Cash Planings entwickelt und aufgezeigt, wie in der Praxis Zahlungserfordernisse durch effektives Cash Management und `Liquidity Forecast' optimiert werden.
    Abschluß bilden einige Besonderheiten der Cash-Beschaffung in Japan, wo Wechselgeschäfte (Discounting Notes Receivable) im Rahmen kurzfristiger Finanzmittelbeschaffung sowie Bankkredite im Rahmen der Kapitalbeschaffung im Vordergrund stehen. Hier sind es nicht nur traditionelle Geschäftsverhaltensweisen, sondern auch verschiedene Steuergesetze, die bei einem Ländervergleich Unterschiedlichkeiten deutlich machen würden.
  • Albers, J./Schwarz, N.: Professional Training at Commerzbank AG, Tokyo Branch: Die Commerzbank AG, Tokyoter Filiale, bietet als `Bank an Ihrer Seite' auch in Tokyo ein Ausbildungssystem an, das auf der Basis des deutschen dualen Systems konzipiert wurde.
    Schwerpunkt ist nicht nur das in Abteilungen erforderliche Basis-Know-How, das sich die Trainees durch `job-rotation' und innerbetriebliche, arbeitsplatzbezogene Unterrichtungen aneignen müssen. Ausgerichtet ist die Commerzbank-Ausbildung außerdem sehr stark am deutschen Bankwesen, da sie sich auch in Tokyo als Filiale an das deutsche Kreditwesengesetz halten muß. In enger Zusammenarbeit mit der DIHKJ-BerufsSchule verfügt die Commerzbank in Tokyo über eine abgestimmte Ausbildung, die nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch zur Entwicklung der Persönlichkeit des japanischen Trainees beiträgt, der in seiner zukünftigen Karriere mit dem deutschen Headoffice Kontakt pflegen muß.
  • Esser, Martin: The DIHJK-BerufsSchule as a Part of the Training of Junior Staff at BMW Japan: BMW Japan Corp. ist eine Tochtergesellschaft der BMW AG in Deutschland und als eigenständiges Unternehmen seit mehr als 10 Jahren in Japan präsent. Die Personalpolitik als Teil der langfristigen Unternehmensstrategie definiert die Rekrutierung und Ausbildung von Nachwuchskräften als Kernstück des Personalkonzeptes. Wichtiger Bestandteil ist dabei die Ausbildung zum Industriekaufmann der DIHKJ.
    Nach einiger Zeit des `Ausprobierens' hat BMW eindeutig das Schwergewicht der BerufsSchule auf Ausbildung und nicht Fortbildung gelegt. Eine ideale Ergänzung findet mittlerweile mit den im voraus festgelegten curricularen Inhalten der DIHKJ-BerufsSchule und dem eigenen On-the-Job Training statt, das nahezu alle Nachwuchskräfte parallel zur BerufsSchule am Arbeitsplatz erhalten. Darüber hinaus ist die weltweit beachtete Form deutscher Ausbildung auch psychologisch für die Nachwuchsausbildung und das Personalmarketing BMW's wichtig.
  • Paula, Michael: Cross-Cultural Management Seminars in Japan and Germany: Seit 14 Jahren führt der Autor zahlreiche `training workshops' für japanische und westliche Manager durch. Ziele sind unter anderem das Verständnis für japanische bzw. nicht-japanische Verhandlungspartner, cross-kulturelles Verstehen sowie die erfolgreiche Entwicklung von Verhandlungsstrategien.
    In dem vorliegenden Beitrag werden konkrete Einblicke in die von `CONTACT' durchgeführten Seminare, ihre Inhalte und Methoden gegeben. Ferner werden nicht nur Hinweise auf positive und negative Images in den japanisch-deutschen Beziehungen, sondern auch eine ganze Reihe von Charakteristiken über Deutsche und Japaner angeführt. Basierend auf den kulturellen Differenzen zwischen Japanern und Deutschen werden Kommunikationsstile diskutiert, die aufzeigen, wie kulturelle Differenzen abgebaut - oder auch verstärkt - werden können.
  • Soga, Naomi: Cross-Cultural Training of the DIHKJ-BerufsSchule Department: Der Beitrag befaßt sich mit den Erfahrungen der an der DIHKJ- BerufsSchule - zusammen mit Canning - durchgeführten Fort- und Weiterbildungsseminare. Unterscheiden lassen sich diese exklusiven Seminare von anderen in Japan durchgeführten cross-kulturellen Veranstaltungen dadurch, daß sie sich auf japanisch-europäische/japanisch-deutsche Beziehungen konzentrieren - ein Beitrag für Europa. Teilnehmer sind im Schnitt 43jährige und - wie die Autorin bedauernd anmerkt - überwiegend japanische Manager, weniger hingegen deutsche Manager, des mittleren und oberen Managements (Sektionsleiter/Abteilungsleiter) vornehmlich deutscher und anderer europäischer, in Japan tätiger Firmen. Trainer dieser einzigartigen Seminare sind jeweils ein Brite und ein Deutscher.
    Interessant sind die Ausführungen darüber, daß in Japan Präsentations- und Verhandlungstechniken nicht Gegenstand des Schul- oder Hochschulstudiums sind - und schon gar nicht auf englisch, der ebenfalls in den Seminaren verwendeten Sprache. Gerade Englisch ist aber für Japaner ausländischer Firmen von großer Bedeutung, denn Englisch ist das überwiegende Medium zur Verständigung mit dem europäischen bzw. deutschen Headoffice.
  • Pooley, Richard: Bridging the Culture Gap - an Essay on Cross-Cultural / Presentation Techniques Seminars at the DIHKJ-BerufsSchule Department: Berichterstattung von Japanern gegenüber ihren deutschen Vorgesetzten; gerade hier sind cross-kulturelle Elemente von besonders großer Bedeutung. Nicht nur bei Präsentationen. Die erste Begegnung zwischen japanischen und deutschen Geschäftspartnern ist oft entscheidend; Augenkontakt, Händedruck, Austausch von Visitenkarten und anderes mehr. Die DIHKJ-BerufsSchule/Canning-Präsentationsseminare verbinden zweierlei: Cross-kulturelles Training und das Erlernen von Redetechniken - und das immer vor dem exemplarischen Hintergrund japanisch-deutscher Beziehungen.
    Der Trainer von Canning Tokyo, einem britischen Unternehmen, das auch in Deutschland Seminare durchführt, ist nicht nur Vermittler, wenn der `typisch' norddeutsche `Dr. Friedrichs', dargestellt von dem Trainer der DIHKJ-BerufsSchule, in Rollenspielen auf seine japanischen Geschäftspartner trifft. In vielen Seminaren mit japanischen Klienten, hat Canning eine Menge Erfahrungen sammeln können. Die Vermittlung von `Presentationtechniques' wird - mit etlichen Aktivitäten verbunden - von dem Canning Trainer durchgeführt. Als Abschluß des zweitägigen Exklusivseminars - die Teilnehmerzahl ist jeweils auf fünf Personen beschränkt - `präsentieren' die Teilnehmer vor `deutschem Publikum' ihren Report, der auf Video aufgezeichnet wird.
  • White, Nigel: Negotiation Techniques - `Japanese-German' Comparisons: Auch die Seminare für `Verhandlungstechniken' werden von einem britischen und einem deutschen Trainer durchgeführt. Geschäftsverhandlungen, `round table'-Gespräche und andere Verhandlungsebenen sind Gegenstand dieses Seminars. Im Mittelpunkt steht wiederum der Deutsche mit seinem stereotypen, d.h. systematisch-logischen Verhandlungsstil. Diesmal geht es um Geschäfte; jedes Mißverständnis kostet Geld, jede falsche Strategie kann fatale Folgen haben.
    In dem zweitägigen Seminar werden - abermals auf der Basis eines cross-kulturellen Vergleichs - Strategien, Taktiken und Techniken entwickelt, wie man als japanischer Manager erfolgreich nicht nur mit Deutschen, sondern auch mit anderen Europäern ins Geschäft kommt: Neben den Regeln der ersten Begegnung sind es vor allem Faktoren wie Tagesordnungen und verständliches Englisch. Zwar ist die Zeit eines Verhandlungstechnik-Seminars nur knapp bemessen; dennoch lernen die japanischen Manager besser mit der europäischen/deutschen Mentalität umzugehen.
  • Aoki, M./Yamashita, Y./Guy, V./Pooley, R./Soga, N./Alexander, P.-J.: Practical Tips for German and Japanese Business People - an Intercultural Approach Based on DIHKJ-BerufsSchule Seminars: Die an der DIHKJ-BerufsSchule mit Canning durchgeführten Seminare haben eine ganze Reihe interessanter cross-kultureller Elemente aufgedeckt, die sicherlich in anderen Seminaren in gleicher oder ähnlicher Form auftreten. Besonderes Augenmerk ist bei der Zusammenstellung auf Deutschland gerichtet worden.
    Bereiche der `praktischen Tips' sind unter anderem:
    - erste Kontaktaufnahme per Telefon,
    - erste persönliche Begegnung,
    - Pünktlichkeit,
    - Bedeutung von Namen,
    - Verhaltensweisen und
    - psychologische Hintergründe.
    Diese Tips sind sowohl als Hilfestellung für den deutschen Manager, der nach Japan kommt, als auch für den japanischen Manager, der mit deutschen Verhandlungspartnern zusammentrifft, von Nutzen.
  • Kaufmann, Stefanie: The Role of the German Language in Japanese-German Trade Relations: Zusammen mit dem Goethe-Institut in Tokyo führt die Deutsche Industrie- und Handelskammer in Japan Wirtschaftsdeutschkurse für Japaner durch, die mit einem international anerkannten Zertifikat abschließen. Inhalte dieses Kurses, der von einem Wirtschaftsfachmann und Deutschlehrer geleitet wird, sind Wortschatzübungen, Übersetzungen von Wirtschaftstexten ins Deutsche und ins Japanische sowie Verfassen von Geschäftsbriefen.
    Deutsch ist als Sprache ein wichtiges Element japanisch-deutscher Wirtschaftsbeziehungen. Sprache vermittelt einen tieferen Einblick in die Kultur des jeweiligen Landes und ist daher auch für die cross-kulturellen Beziehungen zwischen Japan und Deutschland ein nicht zu unterschätzender Faktor. Und das gilt nicht nur für die Wirtschaft, sondern ebenfalls für private Kontakte.
    Die Autorin, Leiterin der Sprachabteilung des Goethe-Institutes in Tokyo, beschreibt einmal den kommunikativen Hintergrund des Sprachtrainings. Zum anderen geht sie auf kulturelle Faktoren - z.B. Anrede - ein, die, wie die vorhergegangenen Beiträge ebenfalls belegen, in der Verständigung zwischen Geschäftspartnern elementar sind.

 

Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen habe ich zur Kenntnis genommen und bin damit einverstanden.

 

I have taken note of the General Business Conditions